Fröhliche Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr

Fröhliche Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr

Es ist vollbracht. Das Jahr neigt sich dem Ende, die Gedanken kommen zur Ruhe und die Hektik vergangener Tage verliert sich in der Besinnlichkeit des Weihnachtsfestes. Genüsslich zieht es die einen in die Heimat, zur Familie, zu Freunden, während andere genau diese Zeit nutzen, um sich dem ganzen Trubel zu entziehen. Wie auch immer Ihr Weihnachten und den Jahreswechsel verbringen werdet, ich wünsche Euch von ganzem Herzen besinnliche und erholsame Tage und für den Start ins neue Jahr, egal ob mit oder ohne Vorsätze, alles erdenklich Gute. Mögen sich kleine oder große Träume in ihm erfüllen. Und möge stets das Herz auf Reisen sein. Ungebremst und voller Neugier.

Allen Lesern wünsche ich das Beste und ein großes Dankeschön für Eure Treue. Auf ein baldiges im nächsten Jahr. Neue Abenteuer warten schon…

Durch das Riesengebirge (3|3)

Durch das Riesengebirge (3|3)

Der Wettergott ist mit uns. Regnete es gestern Abend noch in Strömen erwachen wir heute bei strahlendem Sonnenschein. Nur vereinzelt ziehen kleine Wolken über die Wiesen, doch die Sonne wärmt mit jeder Minute und vertreibt die letzten Nebelfelder. Gut gelaunt starten wir in den Tag, soll es doch der letzte bei unserer Tour durch das Riesengebirge sein.

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Durch das Riesengebirge (2|3)

Durch das Riesengebirge (2|3)

Die Vögel vor dem Fenster, erstaunlich das es auf dieser Höhe überhaupt welche gibt, wecken uns auf ihre eigene charmante Weise. Ihr Gesang holt uns beizeiten aus den Federn, auch wenn ich – mal wieder – der letzte bin, der wach wird. Nach einem schmalen, aber sättigenden Frühstück auf der Hütte verlassen wir die Baude mit den ersten Sonnenstrahlen, die sich über die Bergkämme erheben. Die Tour, nicht minder anstrengend als der gestrige Aufstieg, soll uns heute auf dem Kammweg in Richtung Sněžka (deutsch: Schneekoppe) immer mal wieder ins polnische Land wechselnd auf den höchsten Berg des Riesengebirges führen. Mit 1.602m ist er im Vergleich mit Bergen der Alpen eine Lachnummer, soll aufgrund der Ausgesetztheit aber nicht minder anstrengend sein. Na, ich bin gespannt.

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Durch das Riesengebirge (1|3)

Durch das Riesengebirge (1|3)

„Dobrý den.“ So begrüßt uns der Kellner in einem Lokal im schönen Spindleruv Mlyn. Mit seinen Speisen bepackt raunt er uns im Vorbeigehen noch schnell ein fast unverständliches „Ich bin gleich bei Ihnen“ zu, bevor er mit den Tellern um die Ecke verschwunden ist. Zeit, sich umzuschauen. Urgemütlich, so würde man wohl die Inneneinrichtung beschreiben, die nur das widerspiegelt, was der Rest des Ortes schon vorgegeben hat. Und das nicht ohne Grund. Die Ortschaften an den Hängen des kleinsten Hochgebirges der Welt, sowohl auf der polnischen als auch auf der tschechischen Seite, sind architektonisch verdächtig nahe den Bauten des Alpenraumes. Eben urig. Und da steht er auch schon wieder vor uns und fragt: „Wollen gute Knödel? Mache gute Preis. “ Wir geben ihm zu verstehen, dass wir nicht essen sondern eigentlich nur Geld tauschen wollen, woraufhin er lächelt: „Ahh! Mache auch gute Kurs.“ Wir tauschen jeder für die nächsten drei Tage, verlassen das Lokal und stellen beim Nachrechnen fest: der Kurs in der Bank war besser. Aber die hatte leider schon zu.

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Die Basilika San Giovanni Tereste bei Bivongi

Die Basilika San Giovanni Tereste bei Bivongi

Hat man genug von der Westküste Kalabriens, kann man sich gern durch den Dschungel des Aspromonte-Nationalparks schlagen (oder eben auch wandern) und wird an der Ostküste weiterer, interessanter Sehenswürdigkeiten fündig. Ein solches Kleinod aus frühester Besiedlungszeit stellt das etwas abseits gelegene Kloster von Bivongi dar. Bereits im 9.Jhd. erstmals erwähnt, bildet es nach einigen kurzen Zwischenepochen bis heute einen festen Ort des orthodoxen Glaubens im südlichen Italien. Ein letzter Höhepunkt der Reise durch Kalabrien.

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Zu den Grotten von Zungri

Zu den Grotten von Zungri

Von Tropea kommend, führt der Weg steil durch kleine Olivenhaine, über stoppelige Felder und zum Teil verlassene Höfe wieder hinauf in die Berge. Dort soll es, zumindest den Äußerungen einiger Einheimischer nach, Reste einer längst vergangenen Zivilisation geben. Der Sonne trotzend mache ich mich auf den Weg, auch wenn es heiß und ziemlich schattenlos ist. Geheimnisse hatten schon immer eine gewisse Anziehungskraft, ihr widerstehen konnte ich noch nie…

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Tropea – Perle des Tyrrhenischen Meeres

Tropea – Perle des Tyrrhenischen Meeres

Aus den Bergen kommend, offenbart sich schon beim kurzen Blick in Richtung Meer die Erhabenheit und Einzigartigkeit dieser Stadt. Auf einem schroffen Felsen gelegen, thront sie als Bastion gegen Wind und Wetter, war einst Festung gegen Räuber jeglicher Art. Fürwahr, bei einer Stadtumrundung raubt es einem bei so viel mittelalterlicher Eleganz und Schönheit schier den Atem. Das kleine Cafe in der Altstadt lädt mit seiner gemütlichen Nostalgie zum Verweilen ein, wie auch das Restaurant oberhalb der Klippen mit Blick auf die Isola Bella. Auch sie, oder vielmehr die Kapelle auf ihr, ist traumhaft schön und voller Sinnlichkeit. Wer Tropea nicht gesehen hat, war nicht wirklich in Kalabrien.

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Capo Vaticano und Monte Poro

Capo Vaticano und Monte Poro

Dereinst gab es eine wunderschöne und von jedem Manne und Weibe bewunderte Frau. Ihr Name: Canfora. Sie war bei allen beliebt, von jedermann geschätzt und sah hinreißend, wenn nicht gar umwerfend aus. Wir würden heute vermutlich sagen: ein richtig heißer Feger. Doch zu jener Zeit hatten die Sarazenen in Kalabrien das Sagen und offenbar keine Muße für derlei Eigenschaften. Wie ein Sarazene das nun einmal so macht, wenn er etwas haben will, aber nicht freiwillig bekommt: er nimmt es sich einfach. Haben die mit Spanien übrigens genauso gemacht. Doch Canfora wollte nicht, sträubte sich, rebellierte und floh. Am westlichsten Kap Kalabriens wurde sie schließlich von ihren Verfolgern in die Enge getrieben und da sie offenbar keinen anderen Ausweg mehr sah, sprang sie von den Klippen ins Meer und stürzte in den sicheren Tod. Seitdem glitzere das Meer in ihren Lieblingsfarben Azur und Türkis. Erzählen sich zumindest die Kalabrier. Na, schau’n mer einfach mal…

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Reisetipp: Kalabrien

Reisetipp: Kalabrien

Die älteste Erwähnung Kalabriens fand mal nicht urkundlich, sondern in einer Überlieferung oder besser in einer Geschichte, einem Märchen, einer Sage statt. Homers Odysseus, der kräftezehrend den Sirenen trotzte, mit Zyklopen kämpfte und schönen Frauen widerstand, machte nach der Eroberung Trojas zunächst mit der Meerenge von Messina Bekanntschaft, bevor er an der kalabrischen Küste Schiffbruch erlitt und es ihn an einen der hiesigen Sandstrände spülte. Verborgen in einer traumhaft idyllischen Bucht (siehe Bild) wurde er von der schönen Königstochter Nausikaa gerettet und zum Volke der Phäaken gebracht. Auch wenn Odysseus in persona keine Spuren auf diesem Fleckchen Erde hinterließ, waren es doch seine Landsleute, die ab dem 8.Jhd. v.Chr. hier siedelten. Danach kamen noch die Römer, die Byzantiner, die Staufer, Österreicher, ein oder zwei Sachsen und voila, fertig war ein weiteres kulturelles Highlight. Willkommen auf einer historischen Entdeckungsreise.

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Auf dem Treidelweg im Barnimer Land

Auf dem Treidelweg im Barnimer Land

Wo früher getreidelt wurde, kann heute wahlweise getrödelt, geradelt oder, wie in meinem Falle, gewandert werden. Und das in Tradition! Bereits 1605 wurde der Finowkanal im Barnimer Land erbaut und bietet seitdem eine Möglichkeit, Waren, Güter und Gäste aufs Einfachste durchs Land zu schippern. Damit ist er der älteste künstlich angelegte Wasserweg Nordeuropas. Nur die Römer hatten noch eher welche. Aber die haben ja auch nicht getrödelt.

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